Wallmow & die Enertrag 2010

Beiträge zu einer PPP-Public-Private-Partnership- Freundschaft

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Juni 2010

Planvorhaben Windfelderweiterung Wallmow-Nord

oben:

veränderte Karte der Reg.Plan .Gem. Uckermark-Barnim 2007. Ein besonderer Service für Bürgermeister Rakow, der in der SVV am 8. Juni 2010 aufgrund der miesen Qualität der Enertragkarte nicht sehen konnte, wo denn nun die Gemarkungsgrenze zwischen Wallmow und Brüssow verläuft, sowit ob WF Wallmow Nord auch auf Brüssowischem Land liegt.

 

So stellt die ENERTRAG ihr Planvorhaben dar:

Win-Win-Wind

Die Überschrift der Investorenpropaganda ist falsch. Es handelt sich nicht um den Windpark Wallmow Nord. Dargestellt ist der Vorschlag der Regionealen Planunggemeinschaft für ein auszuweisendes Windeignungsgebiet. Im Text ist sodann korrekt von Suchräumen die Rede.

Auf dem ersten Blatt sind die Ortsnamen zur besseren Ortung nachträglich eingefügt. Benutzerunfreundliche Information des rk!

Voraussetzung für die Verwirklichung des Projektes ist die Zustimmung des Gemeinderates von Wallmow-Carmzow, die Gemeinde Brüssow ist nur als TÖB gefragt.

Es handelt sich bis jetzt (Juni 2010) núr um eine Planungsidee der Regionalen Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim, die natürlich in enger Abstimmung mit den interessierten Investoren erarbeitet wurde. Man kann davon ausgehen, dass bereits Gespräche mit der Amts-Verwaltung und den Eigentümern geführt wurden, so dass die Gemeinderäte wie üblich unter dem Druck stehen, sich positiv für die Ausweisung des Erweiterungsgebietes entscheiden. Die Lockköder sind ausgelegt: Kompensationzahlungen plus Einmalzahlungen sowie die (inzwischen realistisch als leer einzustufenden) Gewerbesteuern. Die Frage ist, ob in einem gesonderten Gestattungvertrag zusätzlich Gewerbesteuerersatzzahlungen angeboten werden und für wie lange.

Interessant ist, dass die Enertrag die Einmalzahlungen offen nennt. Für Amtsdirektor Neumann und die Mehrheit der SV in Brüssow handelt es sich dabei doch um ein Staatsgeheimnis, dessen mutmaßliche Veröffentlichung durch SVe mit (erfolgloser) Strafanzeige und (wirkungsloser) Strafandrohung (1000 Euro!) belegt wird. Die ENERTRAG hat dazugelernt, sie weiß, der Geheimnisstress ist kontraproduktiv.

Wenn die Gemeinderäte von Wallmow auch dazugelernt haben, lehnen sie das regionale Planungvorhaben, d.h die Privilegierung der Windenergienutzung auf diesen Äckern ab, die dies festschreiben würde. Das ist ihr hoheitliches Recht. Wenn auch noch soviele Master Pläne machen mögen. Dann würde nichts laufen für die Freunde aus Dauertal oder andere Kolonisatoren.

Stimmen sie zu, haben sie ihre Befugnis mitzuwirken, dank des städtebaulichen Vertrages (eine Idee vom grünen Minister Trittin übrigens) definitiv aufgegeben. Alle Wünsche, auch die kleinesten Änderungen werden dann nach Recht und Gesetz abgebügelt. Maximal Auslastung! So will es die Privilegierung.

Zum Thema Aufhebung des 5-Km-Abstandes zwischen Windeignungsgebieten: Auch das geht nur, wenn die betreffende Gemeinde einer entsprechenden Planung zustimmt. (Quelle: Rettet die Uckermark) Es ist nicht der Vorsitzende eines Umweltverbandes, den SV Herr Wolff jüngst in der SVVBrüssow deswegen schalt. Es sind die gewählten Volksvertreter wie er, die dafür sorgen können, dass der 5-Km-Abstand bestehen bleibt.

Die Bürger von Wallmow müssen sich also frisch machen, damit ihre gewählten Vertreter in ihrem Sinne abstimmen.

Ein Tip für Wallmow: (am Beispiel des Anti-Windkraft-Beschlusses von 2009 und des Beschlusses gegen das Solarfeld bei Grimme):

Von Brüssow lernen, heißt siegen lernen!

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Der kleine Knüller im Angebot:

ENERTRAG verzichtet auf das WKA bei Stramehl

(s.o.)

( behauptet sie jedenfalls: Wahrscheinlicher ist, dass sie fürchtet sich in Stramehl nicht durchsetzen zu können. Eine Enertrag gewinnt aber immer. Deshalb das großzügige Angebot des verzichts auf etwas, was sie noch gar nicht hat.)

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2009: Die Mehrheit SVV Brüssow beschließt die Bitte - veröffentlicht im Amtsblatt - an die ENERTRAG, mit der sie sich freundschaftlich verbunden glaubt, auf den Bau eines Windrades bei Starmehl zu verzichten.

März 2010

:Hier nun das Schrieben der "Freunde" dazu:

Kommentar: siehe unten

 

Kommentar

Die Sprache von Projektleiter Christen ist erfreulich klar. Es ist die Sprache dessen, der das Sagen hat in der Region. Er hat alle Vernunft und Moral der Zeit auf seiner Seite. Die Zeit, in der die vorgestellte Eindämmung des Klimawandels oberstes Staatsziel ist.

Jens Christen belehrt den Amtsdirektor und die Stadtverordneten. Er sagt ihnen, was sie ohnehin wissen. Eure Bitte ist befremdlich, steht im Widerspruch Eurem Tun davor. Und er analysiert völlig korrekt: "...dass es der Stadt nicht um Objektivität, sondern um Politik geht." Objektiv ist das Staatsziel. Politik? Pfui Deibel.

Die Politik des Amtes Brüssow und der SPD/CDU-Fraktion:

Der Bevölkerung, die die Schnauze voll hat vom Wildwuchs der Windfelder, glauben machen, wir tun was dagegen. Danke Herr Christen, dass sie die Herren Neumann und Stadtverordneten uns so klar vorführen: unfähige Taktierer mit absurden Ansinnen. Einerseits bei den "Kompensations"- Maßnahmen mitspielen und Spenden annehmen (>Feuerwehrauto und dergl.) andererseits den Leuten vormachen, man sei nun auch der Meinung, unsere Region habe seinen Beitrag zu Rettung der Erde mehr als genug geleistet.

(...)

Der Brief ist sehr aufschlussreich, was die Planungen der "Erneuerbaren Energien Region" im Amtsbereich Brüssow betrifft. Wenn die Stadt es wirklich im Ernst meint mit: Windenergie - es reicht!, muss sie sich warm anziehen und ihre Heuchelpolitik aufgeben. Klare Worte sind gefragt, die Arbeit machen.

bn

ps:

Ganz persönlich danke ich Herrn Christen für die Anregung an das Amt und die SV eine Sondersitzung anzuberaumen, mit der Maßgabe, dass auch der Bevölkerung ausreichend Raum gegeben werden sollte, . ..... Meinungen zu äußern. Ich freue mich schon auf die vielen Enertragangestellten, die Brüssower Volk spielen, auf den Arzt, der nur kommt, wenn noch mehr Windräder Ohrensausenkranke produzieren, Grundeigentümer dankbar die Wertminderung ihrer Häuser hinnehmen, weil sie nicht egoistisch (Zitat Torsten Wolff) sein können,....

Leider wird das nicht klappen, denn Detlef Neumann fürchtet die Öffentlichkeit, wie der Teufel das Weihwasser und das aus gutem Grund. 1000 Euro Strafgeld für jeden, der Öffentlichkeit herstellt!

Bernhard Nürnberger