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Packt Amtsdirektor
Neumann aus? Vielversprechend heißt es auf der Einladung zur Stadtverordnetenversammlung am 8. September 2009: Informationen des Amtsdirektors zur Altdeponie Brüssow. Mehrzahl von Information! Nicht nur die bisherige amtlich-magere und falsche: Schließung nach Recht und Gesetz. Es ist ein Erfolg der hartnäckigen Recherche von Siegfried Bahnweg, dass Herr Neumann sich endlich veranlasst sieht, etwas mehr zu sagen.
Die Informationen des Amtsdirektors müssen sich an der Empfehlung Prof. Troges, Präsident des Umweltbundesamtes für Siegfried Bahnweg messen lassen: Zitat...“könnte eine fundierte historische Untersuchung für den Standort nachgeholt werden bzw. eine bereits bestehende Untersuchung vertiefend evaluiert werden. Hierbei können Befragungen von Zeitzeugen und Betriebsaufzeichnungen des Deponiebetreibers wichtige Anhaltspunkte für die bestehenden Verdachtsmomente liefern.
Was wird er aussagen?
1. Wird Herr Neumann erklären, dass es kein Gerücht, sondern eine Tatsache ist, dass Torsten Wolff mit seiner damaligen Firma UHU* und in der Altdeponie illegal, das heißt, entgegen den Vorgaben des Schließungskonzeptes, Klärschlamm verkippt hat?
2. Wird Herr Neumann erklären, dass es kein Gerücht, sondern eine Tatsache ist, dass dieser Klärschlamm bemerkenswerter Weise aus Nordrheinwestfalen ca. 850 km quer durch Deutschland** gefahren wurde und werden er oder Herr Wolff begründen, warum nicht heimischer Abraum verwendet wurde, wie im Schließungs-konzept vorgeschlagen? 3. Wird Herr Neumann erklären, dass es kein Gerücht, sondern eine Tatsache ist, dass das Überwachungspersonal der Deponie abgezogen und die Verkippungen nachts geschahen? Wird er erklären, welche Person(en) im Amt den Abzug der Überwachung zu verantworten hatte? 4. Es wird Zeit, dass Herr Neumann endlich einräumt, dass er selbst gezwungen war, von Amts wegen tätig zu werden und die Verkippungen zu überprüfen. Auf Grund von Hinweisen aus der Bevölkerung und sodann auf Grund von Informationen der HGN Hydrogeologie GmbH. Das ist immerhin ein Fortschritt. Die Frage ist allerdings, ob er überhaupt noch die Glaubwürdigkeit besitzt, darzulegen, dass die Untersuchung und die darauf folgenden Schritte belastbar sind. Weil er über Monate versucht hat - 15 Jahre nach dem Geschehen! - die Akteneinsicht zu behindern oder einzuschränken. Weil er als verantwortlicher Betreiber bisher keine Einsicht in die Betriebs-aufzeichnungen der Deponie zugelassen hat. Weil er sich bis dato weigert Siegfried Bahnweg mitzuteilen, ob er ihm alle im Amt Brüssow vorhandenen Unterlagen zur Einsicht vorgelegt hat. 5. Wird Herr Neumann einräumen, dass er selbst mit seiner katastrophalen Informationspolitik dazu beiträgt, die bestehenden Gerüchte um die Deponie anzuheizen? Wird er es endlich unterlassen, Bahnweg und Nürnberger als „Gerüchtemacher“ zu diffamieren? Was als Üble Nachrede zu werten ist. Und zu behaupten, ihm und den Amtsmitarbeitern würde unterstellt, die Gesundheit der Brüssower Bürger fahrlässig oder vorsätzlich zu gefährden. 6. Wenn Herr Neumann unermüdlich wiederholt, an ihn persönlich seien keinerlei Gerüchte herangetragen worden, so hat das seine Logik. Er und Torsten Wolff sind einflussreiche Persönlichkeiten in Brüssow. Mit ihnen will man es sich nicht verderben. Durch kritische Fragen oder Aussagen eventuelle Nachteile hinnehmen müssen. Das ist ein subjektives Empfinden, sicher. Aber eines ist sehr auffällig. Einerseits bekommt Siegfried Bahnwegs von Brüssower Bürgern sehr detaillierte Auskünfte über die Vorkommnisse seinerzeit. Seine Aufklärungsversuche werden positiv aufgenommen. Bürger kommenvon sich aus auf ihn zu und erzählen bereitwillig und glaubhaft Einzelheiten. Andererseits wollte meines Wissens niemand namentlich genannt werden. Zeitzeugen, die nicht auftreten wollen. Wie kommt so ein Klima der Verunsicherung zu Stande? Eine unabhängige Untersuchungsinstanz ist gefordert. _________________________ * im ersten Schreiben der Umweltbehörde Prenzlau, verschwieg der Verfasser Herr Droebes wahrheitswidrig die Beteiligung der Firma UHU von Torsten Wolff. Wir schreiben das Jahr 2009! ** hier hätte Herr Reiss in der SV-Sitzung die Möglichkeit empört einzuwerfen: Sag mal Torsten, wie bist du denn auf die Idee gekommen, den Westdreck hier bei uns abzuladen???? ____________________________ Fazit:
Eine Untersuchung von Grund auf ist notwendig. Siegfried Bahnweg ist mit seinen Möglichkeiten als Stadt-verordneter an seine Grenzen gestoßen. Alle Details und die Namen der Beteiligten müssen auf den Tisch. Öffentlichkeit muss hergestellt werden. Zeitzeugen und Beteiligte müssen gehört werden, ausführliche Information der Presse durch das Amt, selbst dann, wenn die missliebige Sache tatsächlich geheilt sein sollte. (Einiges spricht dagegen.) Nur das bringt die Brüssower Gerüchteküche wirklich zur Ruhe. Es geht um Aufklärung und Aufarbeitung.
Noch einmal das Zitat aus der Empfehlung Prof. Troges,: „....könnte eine fundierte historische Untersuchung für den Standort nachgeholt werden bzw. eine bereits bestehende Untersuchung vertiefend evaluiert werden. Hierbei können Befragungen von Zeitzeugen und Betriebsaufzeichnungen des Deponiebetreibers wichtige Anhaltspunkte für die bestehenden Verdachtsmomente liefern.“
Bernhard Nürnberger, 4. 9. 2009 |