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Der offensichtlich gesäuberte Aktenordner im Amt Brüssow.

Lange, elefantengleich kreiste das Amt und gebar eine Maus. Ein dünnes, offensichtlich neu angelegtes Minimäppchen mit drei wenig aussagenden Doku-menten. Und das nach wochenlangem verzögerndem Taktieren. Die Unterlagen seien in den "verschiedenen Fachabteilungen" des Archivs abgelegt. Auf welcher Rechtgrundlage denn der Stadtverordnete Bahnweg Akteneinsicht verlange? Hatte der Amtsdirektor an S. Bahnweg geschrieben. Er hatte - ein Zeichen des Respekts vor Siegfried Bahnweg - eigens die das Amt beratende Anwältin Frau Suhr zum Akteneinsichtstermin hinzu gebeten. Diese las dann den betreffenden brandenburgischen Akteneinsichtsparagrafen vor. Sie las ihn dem Amtsdirektor vor, denn der hatte S. Bahnweg danach gefragt.

Was also tun jetzt?
Das Zwischenergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Ein wesentliches Gerücht ist in eine Tatsache umgewandelt. Torsten Wolff (Stadtverordneter- CDU) hat 1995 mit seiner Firma UHU in der Altdeponie illegal Klärschlamm verkippt. Entgegen dem ihm in der Ausschreibung vorliegendem Schließungskonzept. Das ist amtlich belegt. Sehr bedenklich erscheint, dass jetzt noch, im Jahre 2009 versucht wird, diese Tatsache der Öffenlichkeit vorzuenthalten und Siegfried Bahnweg als "Gerüchtemacher" diffamiert wird. Anstatt Ross und Reiter zu nennen, wie ein Leser des rk schrieb. Es fragt sich, wer ist das Ross, wer der Reiter? Völlig unklar ist, ob und wenn ja in welcher Weise die illegale Verkippung "geheilt" wurde.

Sehr auffällig ist, dass sich bisher noch kein Stadt-verordneter von Brüssow zum Bemühen Siegfried Bahnwegs, Licht in die Affäre zu bringen zur "Altdeponie" geäußert hat. Auch nicht Bürgermeister Rakow. Ebenfalls niemand aus der "oppositionellen" Fraktion Linke/Brüssower Liste unter Leitung von Herrn Rusin (deren Mitglied S. B. ist). Gespanntes Abwarten? Dabei kann man getrost davon ausgehen, dass die Mehrheit sehr gut Bescheid weiß, bzw. seinerzeit das massenhafte Anrollen der Klärschlamm-LKWs, die Verkippungen in der Nacht, die nächtlichen Schubhilfen per K 700 von der LPG Menkin, das Nachfrageverbot des Bauamtleiters Strauß, selbst miterlebt hat. Auch die rechtskräftige Verurteilung Torsten Wolffs wg. Materials gleicher Art dürfte vielen in Brüssow, vor allem aber dem Amtsdirektor und den Mitgliedern der Mehrheits-fraktion in der SVV bekannt sein.

S. Bahnweg wird nachdenken, wie es nun weitergeht.

bn, 25. Juli 2009