Windräder bauen bis der Arzt kommt!
Die ENERTRAG schreibt dem Amt Brüssow und der Stadtverordneten
von Brüssow einen Liebesbrief. Der Randowkurier ist zwar nicht
- noch nicht - das Amtsblatt, kommt der Bitte um Veröffentlichung
des Schreibens aber sehr gern nach.
Immerhin droht die ENERTRAG diesmal nicht dírekt mit dem Entzug
von Aufträgen für örtliche Handwerker, wie seinerzeit
in Penkun und Randowtal. Nur mit dem fehlenden, dringend notwendigen
Arzt für Brüssow wird schlau argumentiert. Die Herren in
Dauertal träumen von einer Einwohnerversammlung, in der die3
Bürger skandieren: Gebt uns mehr Windräder, damit wir einen
Arzt bekommen.
Ein freches ENERTRAG-Meisterstück
(siehe: oben)
Kommentar
Die Sprache von Projektleiter Christen ist erfreulich klar. Es ist
die Sprache dessen, der glaubt das Sagen zu haben in der Region. Er
hat alle Vernunft und Moral der Zeit auf seiner Seite. Die Zeit, in
der die Eindämmung des Klimawandels oberstes Staatsziel ist.
Jens Christen belehrt den Amtsdirektor und die Stadtverordneten. Er
sagt ihnen, was sie ohnehin wissen. Eure Bitte ist befremdlich, steht
im Widerspruch Eurem Tun davor. Und er anlysiert völlig korrekt:
"...dass es der Stadt nicht um Objektivität, sondern um
Politik geht."
Der Brief ist aufschlussreich, was die Planungen der "Erneuerbaren
Energien Region" im Amtsbereich Brüssow angeht. Wenn die
Stadt es wirklich im Ernst meint mit: Windenergie - es reicht! - muss
sie sich warm anziehen und ihre Heuchelpolitik aufgeben. Klare Worte
sind gefragt, die allerdings Arbeit machen.
bn