Duell in

WOLFS MOOR

Eine virtuelle Posse

und Dokumentation desChat im Gästebuch der web-site

des Amtes Brüssow

Die Protagonisten:

Loki, U. Buchsteiner, Nina, B.Maja, W. Kraftmann, P. Huth, S. Krüger,

B. Nürnberger, Robert de Niro, Bürgerin. Wolfsmoor

und under cover eine "Enertragge"

alsTravis Bickle

Uckermark 2004

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*hier etwa gibt es leider eine Lücke im Text, da ein Eintrag aus dem Gästebuch - siehe Nachspiel - gelöscht wurde.

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B. Nürnberger:

Am 17.11. 2004 um 19.00 Uhr tagt die

Stadtverordnetenversammlung von Brüssow im Sitzungssaal des Amtes

Auf der Tagesordnung steht:
Öffentliche Informationsveranstaltung der Stadt Brüssow
zum Windfeld Wolfsmoor.

Unsere Meinung und die vieler Bürger ist, die
ZUKUNFT DER STADT
ist durch die Planung des Windfeldes massiv gefährdet. Die Lebensqualität und die Werte vieler Bürger würden massiv gemindert. Zwei sehr erfolgreiche Veranstaltungen von uns haben gezeigt, dass die Leute in Brüssow stark beunruhigt sind. Die Veranstaltung am 17. 11. ist erst auf unsere Intervention hin in der jetzigen Form zu Stande gekommen:

Zuvor hatte das Amt verlautet, die Enertrag bietet eine Informationsveranstaltung an, zu der die Stadt rechtzeitig einlädt. Die Einladung jetzt wurde sehr spät ausgehängt. Warum so spät?
Leute! Informiert Eure Nachbarn, Freunde, Verwandten, Bekannten in und um Brüssow: Diese Versammlung ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen ein Windfeld Wolfsmoor. Noch ist es möglich das Horrorprojekt zu stoppen!
Und: Geht ins Amt, seht den Bebauungsplan ein, schreibt Einwendungen! Bis 30.November.

...dies schreibt Bernhard Nürnberger
tel.: 039742-80289
Bürgerinitiative gegen ein Windfeld Wolfsmoor

13.11.2004, 20:18:51
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U. Buchsteiner:

Sehr geehrte Damen und Herren, mit großer Bestürzung habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass Sie Ihre schöne Region, deren Ruhe und Landschaft ich immer wieder an Wochenendbesuchen schätzen gelernt habe, durch die Errichtung eines Windfeldes zerstören wollen.Die Nutzung alternativer Energien hat sicherlich gerade in der heutigen Zeit einen hohen Stellenwert, aber Sie sollten sich genau und auch auf längere Sicht hinaus gesehen überlegen, ob Windkraft tatsächlich noch aktuell ist. Sie haben auch eine Verantwortung den dort lebenden Menschen gegenüber!
U.B.

Berlin, Berlin - 14.11.2004, 19:47:23
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B. Nürnberger:

Hallo Leute in Brüssow und Brüssow herum,

die Bürgerinitiative gegen ein Windfeld Wolfsmoor hat eine Website: www.galerie-imaginaire.de. Anklicken, angucken und... wir bitten um Kommentare dazu im Gästebuch
des Amtes Brüssow. Lasst die Fetzen fliegen, denn:
Nichts ist in Papier und Tüten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!B.Nü.

15.11.2004, 16:00:20
------------------------------------------------------------------------------Nina:

hallo uckermärker, jetzt sind schon 45 minuten vergangen und noch immer hat keiner von euch die sensationelle web-site der bürgerintitiative gegen das windfeld kommentiert! sollte der alte bismark doch recht haben?

er sagte:"der uckermärker merkt erst 20 jahre später, daß die welt untergegangen ist."

Ich hoffe doch nicht! also los! nina

15.11.2004, 17:09:11
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W. Kraftmann:

Ich verstehe nicht, warum die Windräder hier so viel aufsehen erregen. Wie schon richtig erwähnt sind sie eine Form der Energiegewinnung, und zwar eine saubere. Wäre es denn sinnvoller in "alte" Energien zu investieren? Ich denke nicht, dass Atomkraft oder die Energiegewinnung aus nicht erneuerbaren Energien die Alternative sind. Oder sieht ein Atomkraftwerk vor der Haustür besser aus als eine Windkraftanlage? Beeinflußt die Energiegewinnung durch Öl oder Gas die Umwelt weniger als Windräder? Werden durch Windkraftparks fossile Ressourcen verbraucht? Wird durch die "Windnutzung" der Ölpreis erhöht? Ich galube nicht! Aber das ist ja typisch deutsch: Wir alle sind ja für den Umweltschutz. Wir alle sind gegen Atomkraft. Wir alle sind gegen die Strompreiserinflation in Folge von Ölpreiserhöhungen. Doch wenn uns das in irgend einer Form nur ein wenig selbst einschränkt, dann ist all das vergessen und wir haben nur noch Augen für unsere ganz eigene kleine Welt und lassen alles andere schön hinten dran stehen. Dann haben wir genug mit uns zu tun.In diesem Sinne einen schönen Abend!

15.11.2004, 20:32:16
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Travis Bickle:

Betr. Ihre Website

Sehr geehrter Herr Nürnberger,

Sie haben mich für eine Antwort auf diese Seite verwiesen, so will ich Ihrem Wunsche folgen und Ihrem künstlerischen Schaffen auf dieser Seite ein kleines Augenmerk schenken. Wo es Ihnen an markigen Worten –anders als Ihrem Gesinnungsgenossen Botho Strauß, der in üblicher sinnentleerter Wohlstandsmentalität immerhin eines der größten deutschen Nachrichtenmagazine für sein Schmierenspiel missbrauchen durfte – fehlt, setzen Sie durch fast schon dadaistisch anmutende Bildkontrapunkte der Tiefe Ihrer fehlenden Kenntnis ein Mahnmal. Ich habe mich durch 16 Bilder der Ahnungslosigkeit gequält. Auf der Suche nach Ernsthaftigkeit. Ich habe sie nicht gefunden. Schade, denn immerhin werden Sie in der Presse als einer der führenden Köpfe der BI gehandelt, ein Vor- und Querdenker, sozusagen. Da habe ich mir gedacht, möglicherweise finde ich Kritik? Da sagt die Lehre: dies sei eine fachmännisch prüfende Beurteilung nach begründetem Maßstab, die mit der Abwägung von Wert und Unwert einer Sache einhergeht. Aber um eine Abwägung vornehmen zu können sollte man Für und Wider in einen Gedankenprozeß einstellen. Unternimmt Ihre Website diesen Versuch? Leider nicht. Wonach soll ich dann noch suchen? Nach den inzwischen in der Uckermark üblichen agitatorischen Versuchen, durch schlichte und falsche Bilder eine emotionale Gleichschaltung des geneigten Betrachters zu erwirken. Ist es das gewesen, was sie beabsichtigten? Braucht eine Bürgerinitiative nicht mehr? Braucht der Widerstand nicht den klaren und objektiven Verstand des Betrachters, um sich heute sehenden Auges gegen eine Sicherung der Zukunft zu entscheiden? Ist es wirklich so einfach, Herr Nürnberger: Husch, auf das Trittbrett der Naturschützer und locker hinüber auf die Seite derjenigen, die sich, egal, ob als Investor, Gemeindevertreter oder Bürger jahrelang in tatsächlichen Abwägungsprozessen, um die Sache auseinandergesetzt haben, diesen rasch ins Gesicht gespuckt und –schwupps- wieder zurück ins eben erworbene Wochenendhäuschen unter die warme Kuscheldecke? Stellen Sie sich das so vor? Daraus wird nichts. Machen sie sich bereit und sammeln Sie ruhig viel Geld, denn mit einer solchen Einstellung werden Sie ganz, ganz viel Geld für Anwälte brauchen. Vor Gericht zählt nämlich nicht, was Sie sich wünschen, glauben möchten oder vermuten, sondern was Sie als Fakten – als sogenannten entgegenstehenden öffentlichen Belange – in einen Rechtsfindungsprozeß einzustellen haben. Neben der zerschnittenen Landesflaggen (eine Geste nicht bar jeden patriotischen Humors) aber letztlich doch kaum geeignet, in der Sache zu einer Lösung des Konfliktes beizutragen, werden Sie doch hoffentlich noch den einen oder anderen Pfeil im Köcher haben, um Ihre Gefolgsleute nicht zu enttäuschen, oder? Interessant ist auch, dass sie ihre Auseinandersetzung gern in anderen Nestern austragen. Warum denn eigentlich nicht auf Ihrer Website? Und warum, wenn ich fragen darf, in einem „Gästebuch“. Ist es so, dass Sie durch mittelbares Einstellen Ihres Gedankengutes auf einer Seite, die vorwiegend dem Tourismus dienlich sein soll – (Gäste -> neu-deutsch:Touristen, die sollen das lesen Herr Nürnberger!) - gleichzeitig auch dem Tourismus dem Kampf ansagen wollen, wo doch dieser üblicherweise immer ein Argument gegen Windenergienutzung ist? Würden Sie Urlaub machen wollen, wo die Menschen so miteinander umgehen, wie Sie hier mit der immerhin seit 1998 gewachsenen politischen Meinung? Oder haben Sie sich darüber einmal mehr gar keine Gedanken gemacht? Weil es doch so eine gute und lustige Idee war? Weil es doch so einfach ist vielleicht? Weil es -wie Sie wissen- verdammt nervt? Oder fühlen sie sich einfach noch nicht so sehr zuhaus hier in der Uckermark, als das Sie Ihr eigenes Haus oder virtuelles Terrain für Diskussionen solchen Niveaus zur Verfügung stellen möchten? Arm ist das...Herr Nürnberger.
Beschädigung des Ansehens meist ehrenamtlich tätiger Gemeindevertreter ist das.
Und banal, leider....da lohnt der Federhandschuh und das Aufstehen in der Morgendämmerung nicht. Außerdem gefallen mir ihre Wartiner Sekundanten nicht. Und letztlich habe ich auch nicht das Gefühl, dass Sie die zehn Schritte wirklich gehen und ich würde wenn schon, wenigstens gern sehendes Auge erschossen, falls sie treffen. Nutzen sie die Presse, die öffentlichen Gremien und wo waren sie eigentlich die letzten Jahre auf den Gemeindevertretersitzungen, wenn die Angelegenheiten des Windefeldes besprochen wurden? Wo als der Regionalplan verabschiedet wurde? Konnten sie nicht lesen und ihr Haus woanders kaufen, vielleicht in reicheren – aber sicher auch teueren - Gegenden der Uckermark, immerhin stehen inzwischen große Teile unter Naturschutz und die Errichtung von Windkraftanlagen steht da gar nicht zu befürchten. Wo sind sie eigentlich, wenn der Öffentlichkeit die Haushalte vorgestellt werden? Welche Konzepte haben Sie eigentlich, wenn es darum geht, den Gemeinden Einnahmequellen bei immer schwächer werdenden Finanzlagen zu verschaffen? Haben Sie eigentlich Ihr Kunsthandwerk, also den Gewerbebetrieb im Amtsbereich Brüssow gemeldet oder wohin führen Sie Ihre Gewerbesteuer ab? Jeder Cent zählt, müssen Sie wissen!

Und so muß ich schließen, weil ich noch ein bisschen, was zu tun habe. Sie lassen mich auch auf Ihrer Website ratlos zurück und immer wieder frage ich mich: Was will mir dieser Mensch sagen und warum müssen die Menschen, die etwas unternehmen, ihr Tagewerk gegen ewig Gestrige und Nein-Sager verteidigen, anstatt dass diese ihr Festhalten an gewöhnlichen, alten und schlechten und letztlich sogar gefährlichen Strukturen rechtfertigen müssen?
Sind Sie ausreichend provoziert, sich einer inhaltlichen Diskussion zu stellen, Herr Nürnberger, oder wollen sie an den infantilen Standpunkten und Äußerungen festhalten?
fragt enttäuscht
Travis
Ps. Richtig gut war eigentlich nur „Verlärmung“ ... Das hatte schon was, Herr Nürnberger, das war richtig schön, dafür könnte ich Sie fast mögen.


Prenzlau, Deutschland - 15.11.2004, 22:58:32

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B. Maja:

Hallo Birgitt, Grüße bitte den Verein der alten Säcke von mir.

Brüssow, Brandenburg - 16.11.2004, 10:19:49
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S. Krüger:

Sehr geehrter Herr Bickle,

ich muss schon sagen - ich bin beeindruckt. Soviel geballte Rhetorik und verbale Beschwörungen hat das Gästebuch des Amtes Brüssows bestimmt noch nicht gesehen. Dem geplanten Windfeld sei Dank. Meine Name ist Susann Krüger und da Sie die hiesige Presse verfolgen, wissen Sie ja, wer ich bin.
Leider konnte ich Ihre Herkunft/Hintergrund nicht so richtig erkennen, einen Travis Bickle in Prenzlau gibt es laut Telefonbuch nicht, ihr Vokabular lässt allerdings auf eine Ideologie unweit schlagender Verbindungen vermuten. Oder, da Sie soweit mit einem Rundumschlag ausgeholt haben, ohne das Für und Wider der Sinnhaftigkeit von weiteren Windanlagen in der Uckermark zu beleuchten, bewegen Sie sich im Umfeld der ENERTRAG, als Mitarbeiter oder Fondbesitzer? Sie könnten allerdings auch nur ein Durchreisender sein, der seine Meinung vertritt und dies würde auch Ihre mangelnde inhaltliche Kenntnis begründen.

Ich nehme aber nicht desto trotz Ihren pathetisch geworfenen Fedehandschuh und trage diesen ein Stück in Richtung Sonnenaufgang. Ich bin ein positiv denkender Mensch und in Richtung Sonnenaufgang werden zumindest vorläufig von Wollschow aus gesehen keine Windräder in den Himmel wachsen. Da liegt nämlich unweit entfernt ein Vogelschutzgebiet, wo bekanntlich keine Windkraftanlagen mehr gebaut werden dürfen. Ganz im Gegensatz zu Wohnbebauungen, wo ja nur Menschen wohnen, arbeiten und sich erholen.

Ich gebe zu, ich hatte so meine Schwierigkeiten beim Lesen, der eine oder andere Satz erschloss sich mir erst beim zweitem Studieren. Doch werde ich versuchen, mich durch Ihren rein polemischen Beitrag zu unserem Problem, dass hier in gefährlicher Art und Weise auf uns zukommt, zu hangeln.

Sie schreiben der Bürgerinitiative tiefgehende fehlende Kenntnis zu. Gut. Aber wie kommen Sie dazu, dies zu behaupten? Haben wir uns schon einmal unterhalten? Waren Sie auf einer unseren Informationsveranstaltungen oder an einem unserer Infostände, die wir auf Dorffesten aufgestellt haben? Nein, ich kann mich nicht daran erinnern.
Unser Kenntnisstand beruht auf dem Studium der umfangreichen Unterlagen, die seit 1. November 2004 im Amt ausliegen, unser Kenntnisstand beruht auf stundenlangen Gesprächen mit den Bürgern, mit den Stadtverordneten, mit Politikern und Institutionen, die bei diesem Verfahren mit einbezogen werden müssen. Auf stundenlangen Gesprächen, Meetings und Vorbereitungen mit hohem zeitlichen und finanziellen Aufwand, um die Bürger zu informieren, was hier passieren soll. Eine Aufgabe, die Aufgabe der Stadt sein sollte, die es aber bis jetzt versäumt und unterlassen hat.
Also Kenntnisse, die Sie nicht haben, denn hätten Sie sich mit dem Projekt vertraut gemacht, dann wüssten Sie, dass das Wort „Verlärmung“, für das Sie Herrn Nürnberger ja fast schon mögen, ein Terminius ist, der im vorliegenden Schallgutachten verwendet wird. Dann wüssten Sie auch, dass in den angrenzenden Ortsteilen die Grenzwerte für Schall von 45 dB(A) nur knapp unterschritten werden, obwohl es sich partiell um reine Wohngebiete handelt und da ein gesetzlicher Grenzwert von 35 dB(A) angesetzt werden müsste und die Grenzwerte für Schattenschlag bis zu einem Dreifachen überschritten werden. Wenn Sie sich ernsthaft mit dieser Problematik auseinander gesetzt hätten, dann wüssten Sie, das für die Bewohner der angrenzenden Ortschaften die Häuser faktisch wertlos werden und somit deren oft einzige Form der Altersvorsorge vernichtet wird. Und Sie wüssten auch, das die Landschaft gerade in unserer Gegend besonders schön. Trotz Agrarwirtschaft ist hier eine einmalig schöne und fast unberührte Kulturlandschaft bis jetzt erhalten geblieben mit seinen geschwungenen Hügeln, weiten Sichtachsen und Feuchtbiotope ist. Deshalb kommen ja auch so viele Großstädter als Erholungssuchende an den Wochenenden und in den Ferien in ihre Häuser mit Zweitwohnwohnsitz oder einfach immer wieder gerne zu Besuch oder als Touristen. Denn echte Naturerlebnisse sind hier noch möglich, anders als in Ballungsräumen oder anderen Gegenden der Uckermark, wo die Landschaften durch Windräder schon dauerhaft zerstört sind. Der Tourismusbereich als eine der wenigen Wachstumsbereiche wird mit dem geplanten Windfeld weiter erschwert, ohne dass die Windfelder eine arbeitsmarktpolitische Alternative bieten.
Und wussten Sie eigentlich, dass viele Ortsteile schon fast ausgestorben wären und einige ansässige Handwerker etwas ärmer ohne die Wochenendler mit ihren Kuscheldecken?

Und da Sie ja vorgeben, gut informiert zu sein, wüssten Sie auch, das es einen wirklichen Abwägungsprozess durch die Stadtverordneten nie gegeben hat. Alle Einwendungen, die von Seiten der Bürger und einzelnen Stadtverordneten in den letzten Jahren angebracht wurden, wurden ausnahmslos von den Stadtverordneten weggewogen, einzelne Stadtverordnete vergrämt und mutlos gemacht, alle Beschlüsse von der ENERTRAG vorformuliert. Weder Investor noch die Stadtverordneten haben sich in ihren Beschlüssen auch nur einen Schritt von der Maximalforderung 32 WKA, 150 m hoch wegbewegt. Da frag ich Sie: Wer spuckt hier wem ins Gesicht?
Und wenn Sie vor Ihrem Betrag im Gästebuch mit den Bürgern das Gespräch gesucht hätten, dann wüssten Sie, dass das Ansehen der politisch Verantwortlichen in der Stadt im Grunde geschädigt ist (auch über die Grenzen des Amtes Brüssows hinaus) und dies nicht durch uns sondern durch deren selbstverantwortliche Handlungen in den letzten Jahren.

Wir als Bürgerinitiative suchen seit Monaten das Gespräch mit dem Amt und den Stadtverordneten mit dem Ergebnis, das nicht einer unserer Vorschläge Gehör gefunden hat bzw. bis auf 2 Ausnahmen jemand von den Herrschaften auf unseren Informationsveranstaltungen anwesend gewesen wäre.
Die Bürger allerdings haben den Weg zu uns gefunden und dies in großer Zahl. Deshalb bleibt uns leider nicht die Zeit, als Wochenendler unter die warme Kuscheldecke zu schlüpfen, auch wenn ich persönlich, dass können Sie mir glauben, dies am allerliebsten im Winter auf dem Lande tue. Denn wir bekommen von allen Seiten die Bestätigung, dass unser Weg der richtige ist. Das wir auch nicht ganz makellos diesen Weg beschreiten, geben wir an dieser Stelle gerne zu, so zum Beispiel Webseiten, mit dadaistischen Anmutungen bei einem so ernsthaften Thema. Daran werden wir noch arbeiten. Aber man wird uns weder Unsachlichkeit noch diffamierende Äußerungen in der Vergangenheit noch zukünftig vorwerfen können.
In einem möchte ich Ihnen gerne recht geben: Wir halten an alten Strukturen fest, an alten Landschaftsstrukturen. Denn diese Landschaft zu erhalten, in einer uckermärkischen Landschaft, die großflächig mit Windanlagen verunstaltet ist, ist eine große Chance und sichert dieser Gegend langfristig und nachhaltig wirkliche Entwicklungsmöglichkeiten entlang einer Wertschöpfungskette. Ich rede von Tourismus, Zweitwohnsitzen, Altersruhesitzen im Einzugsgebiet von Großstätten wie Berlin und Stettin, erneuerbare Energien in Form von Biomasse und Solartechnik sowie Land- und Forstwirtschaft. Das setzt aber voraus, dass die Bürger und politisch Verantwortlichen an ihre Gegend glauben und sie diese nicht, wie jetzt geschieht, in den nächsten 20 Jahren abschreiben. Denn mit 32 Windanlagen wohnt hier in 20 Jahren tatsächlich niemand mehr: weder „Ur“einwohner noch Tourist.

Und so möchte ich denn schließen, weil auch ich noch ein bisschen was zu habe. An einer weiteren Diskussion mit Ihnen, Herr Bickle, sind wir jedoch nicht interessiert, denn Sie scheinen uns in Ihrer Argumentation nicht wirklich weiterzuhelfen, agieren polemisch und verteilen nichts als verbale Platzpatronen.

Um Ihren Wissensstand jedoch etwas aufzufrischen, können Sie sich ab demnächst unter www.gegenwind-wolfsmoor.de über Inhalte zum Windfeld Wolfsmoor informieren und dies ganz sachlich.

Die Berlinerin mit dem Wochenendhaus und der Kuscheldecke


17.11.2004, 10:44:46

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Bürgerin. Wolfsmoor:

Sehr geehrter Herrr Amtsdirektor Neumann !

Am 11.11. 2004 haben Sie sich auf der Rathaustreppe in Anwesenheit von

Frau Müllenhagen und anderen Zeugen folgendermaßen mir gegenüber so geäußert:

Auf der Website des Amtes habe es einen Eintrag diffamierenden Inhalts gegen die Bürgermeisterin gegeben.Der S t i l d e s E i n t r a g s lege nahe, ließe die Vermutung zu, dass der Eintrag aus dem Kreis unserer Bürgerinitiative komme.Und Sie haben s t r a f r e c h t l ic h e Konsequenzen zu erwägen angekündigt. Ich habe das deutlich zurückgewiesen und Sie auf unsere Bemühungen im K o n s e n s miteinander zu arbeiten, verwiesen.

Wir haben und Ihnen das folgende Schreiben geschickt:

Sehr geehrter Herr Neumann!

Nach Einholung von juristischem Rat, fordern wir Sie auf, Behauptungen und Vermutungen gegenüber Dritten zu unterlassen, die zum Inhalt haben, dass der uns unbekannte aber Ihren Worten nach diffamierende Eintrag gegen Frau Bürgermeisterin Müllenhagen in das Internet-Gästebuch des Amtes Brüssow aus dem Kreis der Bürgerinitiative stammt. Widrigenfalls behalten wir uns rechtliche Schritte vor.

Mit freundlichem Gruß (Unterschrift)

Auf der im Sinne der Einwohner von Brüssow sehr erfolgreihen Bürgerversammlung haben Sie, Sachlichkeit in der Debatte anmahnend, erneut auf einen diffamierenden Eintrag auf der Website verwiesen.

Herr Neumann, glauben Sie, dieser Eintrag komme aus dem Kreis der versammelten Bürger?

Wir fordern Sie auf, der Öffentlichkeit den Beleg zu erbringen, inwieweit dieser Eintrag strafrechtlich relevant ist.Anderenfalls gehen wir davon aus, dass es sich um einen direkten Einschüchterungsversuch gehandelt hat. Und um einen Behinderungsversuch unserer Arbeit,die Sie in der Vergangenheit versäumt haben, nämlich die Bürger in den Planungsprozess mit einzubeziehen.

Mit freundlichem GrußBürgerinitiative gegen ein Windfeld Wolfsmoor

i.A.: Nürnberger

19.11.2004, 15:08:29

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Travis Bickle:

Sehr geehrte Frau Krüger,

schön von Ihnen zu lesen. Sie hatte ich zwar nicht angesprochen, aber das ist ja übliche Manier, nicht den in die Kritik geratenen antworten zu lassen, sondern diesen schützend aus der Schußlinie zu entfernen, selbst wenn es sich - wie Sie meinen - nur um Platzpatronen handelt und ja eigentlich gar nichts passieren könnte, nicht? Aber offensichtlich war meine Einschätzung, dass Herr Nürnberger außer einer bunten Website nichts tiefergehend Inhaltliches zu bieten hat richtig.Nun zu ihren Einwendungen. Ihre Person kenne ich natürlich als aufmerksamer Leser der ortsüblichen Pressorgane. Ich bin weder pathetisch noch polemisiere ich. Ich habe Herrn Nürnberger doch ganz klar formulierte Fragen gestellt, oder? Kann er die nicht beantworten? Und Ihnen, Frau Krüger, habe ich gar keinen Federhandschuh hingeworfen. Soll ich mal? Kann ich: Am Samstag erschien im UM-Kurier ein Artikel in dem Herr Spitzer von der BI mit Informationen versorgt wird, nach denen Politiker oder Verantwortliche sich angeblich haben korrumpieren lassen oder zumindest dieser Eindruck beim Leser erzeugt werden soll. Da muß der Mann auch gar nicht bei den Beteiligten nachfragen, also Herrn Neumann oder eben dem Investor . Das darf man uneingeschränkt im Rahmen seiner Meinungsfreiheit äußern, nicht? Sie halten das sicher für eine geeignete Form der Auseinandersetzung, ich nicht. Eine Gegendarstellung oder aber eine Distanzierung Ihrer Person habe ich in der Presse nicht wahrgenommen, also tragen Sie diese Form der Diskussion wohl inhaltlich mit. Davon abgesehen: Der Windpark wird also unweit eines Vogelschutzgebietes geplant. Unweit, ist wohl nahe. Wie nah denn, Frau Krüger ? Fällt es in Bereiche, die nicht bebaut werden dürfen? Es ist typisch für die Argumentationsentwürfe von BI, den Eindruck zu erzeugen, hier geschähe etwas rechtswidriges, aber in der Festlegung dann doch zu kneifen. Oder prüft die BI das alles noch und man hat sozusagen jetzt noch gar keine Argumente und kann gar keine Feststellung treffen, möchte aber gleichwohl dem Bürger suggerieren, es ginge um den Erhalt der Uckermärkischen Vogelwelt? Wo ist die Methodik, die Sie dieser Aussage zugrunde legen, welche Erhebungen haben sie durchgeführt? Wo ist die Gefährdungen, kann Herr Otto das Gericht davon überzeugen? Soweit mir bekannt ist, führen Sie ja selbst als Argument an, der Investor habe Erhebungen durchgeführt. Aber anstatt diese durch Gegengutachten oder zumindest argumentativ zu entkräften, trägt Herr Nürnberger vor: Wes Brot ich fress, des Lied ich sing ... oder mit ähnlich inhaltlicher Tiefe. Und sie meinen, jahrelange Planungen und Abwägungen auch der Behörden mit dem Wörtchen "unweit" entkräften zu können. Auch Ihnen kann man nur raten, legen Sie noch mal ein paar Kohlen nach, wenn Sie mit dem Argument Vogelschutz einen Treffer landen wollen. So reicht das villeicht für einen Presseartikel, aber nicht für Gericht. Herr Otto ist ja auch ein alter Bekannter, der zum weiderholten Male in Sachen Vogelschutz Anlauf nimmt. Bisher war er nicht besonders erfolgreich oder hat nur eine Gemeinde auf seine Aufforderung die Planungen einzustellen, weil es nach SPA-Schutzgebietsausweisung unzulässig sei, reagiert? Aber nun ja, kann ja noch kommen, das ist ja auch das Spielfeld des von ihm vertretenen Herrn Prof. Mengel. Jedenfalls pfeifen es die noch nicht von den Rotoren der Windenergieanlagen erschlagenen Spatzen von den Dächern, dass auch da bisher die angekündigten Gerichtsverfahren ausgeblieben sind. Offensichtlich drängt die Angelegenheit des Vogelschutzes doch nicht so sehr, dass man zur Sache gehen müsste. Und gerade konnte man hören, dass im Wybersumer Polder - auch ein angebliches Vogelschutzgebiet - die Population trotz - oder gar wegen ? - des Windparkes sich verbessert habe. Kein gutes Omen für Windkraftgegner!Ich behaupte schlicht, dass diese Dinge geprüft und positiv zugunsten des Investors entschieden sind, ganz im Gegenteil zu Ihren Auffassungen, oder mögen Sie mir erklären, warum man in einen Plan Geld investiert und diesen dann auslegt, wenn das alles nicht rechtens ist? Und gegen diese Vorgehensweise Ihrerseits richten sich meine Fragen. Und so komme ich auch dazu zu sagen, es fehlt der BI an Kenntnis. Oder wie meine Großmutter zu sagen pflegte: "Du schreist, bevor es wehtut!" Und meine Therapeutin sagte dann immer: "Sehen Sie ihrer Angst ins Auge, bleiben sie stehen und machen das Licht an, schauen sie unter das Bett und in den Schrank und dann werden Sie sehen, ob Ihre Angst berechtigt war." Und bevor sie jetzt wieder mit den im Schrank hockende Windmonstern kommen und der Aussage, es sei zu spät, wenn sie die Tür aufmachen und das Monster sie dann tatsächlich frisst. Dann kann ich Ihnen nur entgegenhalten, dass ganz viele Behörden zu dem Plan der jetzt im Amt liegt, schon ja gesagt haben müssen. Haben diese Menschen alle keine Angst oder wollen sie uns hier demnächst auch erzählen, dass die alle auf der Gehaltsliste der ENERTRAG stehen?Möchten Sie jetzt im Gästebuch auch die Schallgutachten diskutieren? Gut. Bitte teilen sie dem geneigten Leser doch auch mit, ob in den im Plan ausliegenden Gutachten die Gesetze verletzt werden. Und wenn diese nicht verletzt werden, dann unterhalten wir uns ab jetzt nur noch über Politik. Da muß die Frage schon gestattet sein, warum Sie dann versuchen die wirtschaftlichen Entscheidungen so kurz vor Toresschluß, nachdem Sie sich jahrelang nicht haben sehen lassen, umkehren wollen und meinen für die Uckermärker denken und entscheiden zu wollen, was gut ist und was nicht. Und was Sie über die Wirtschaft sagen ist interessant. Zweitwohnsitzler führen Ihre Steuern am ersten Wohnsitz ab. Die Windparks ihre Gewerbesteuern führen sie in den Orstschaften ab, in denen sie gebaut wurden. Ist es einer Gemeinde - oder in diesem Fall mehreren - zur Last zu legen, wenn sie sich in einem Abwägungsprozess für das denklogische Zurücktreten des einen Belanges hinter den anderen entscheidet? Warum wird die BI denn zu weiten Teilen mit Zweiwohnsitzlern bestückt und nicht mit Uckermärkern? Glauben sie die mögen Ihre Landschaft nicht? Müssen Sie diese beschützen? Oder kann es vielleicht sein, dass diese Menschen gar nicht deprimiert und desillusioniert sind - so wie die BI es immer wieder schildern und sich wünschen - sondern in der Windkraft eine Einnahmequelle sehen, die sie bei weitem nicht mit Tourismus erlangen können? Und nehmen sie deshalb vielleicht auch die nachhaltige Veränderungen ihres Landschaftsbildes in Kauf? Wer sind Sie oder Ihre BI, dass Sie oberlehrerhafter Arroganz glauben, für "die Uckermärker" entscheiden zu dürfen und im gleichen Atemzug, aber durchaus zugeben, dass es Ihnen um Ihr Wochenendhäuschen und den freien unverstellten Blick geht? Ich lebe seit vielen Jahren in der Uckermark, ich kenne viele Menschen, die Windkraft befürworten, ich kenne auch genügend Leute, die sagen, nicht schön, aber es bringt Geld, ich kenne auch Leute, die sagen, wenn schon in der Uckermark, dann hier. Was unterscheidet diese Menschen von Ihnen ? Der Unterschied liegt darin, dass diese sich nicht eine inzwischen fast tägliche Presse verschaffen, um ihre Ziele durchzusetzen. Und fragen Sie doch mal in den Dörfern nach, in denen Windparks sind, ob da nur noch der Fortzug erfolgt, oder ob auch Leute sich niederlassen. In dem feinen Dörfchen Nechlin, wo ja wohl die ENERTRAG einen Park errichtet hat, sind jedenfalls seit Errichtung des Parks Häuser gekauft worden und ein Achtel der Bevölkerung ist zugezogen. Machen Sie sich darüber mal Gedanken, bevor sie vollmundig vom Wertverlust sprechen. Erklären Sie den Menschen doch auch, wie sie ohne wirtschaftliche Entwicklung der Region einen Markt für Hauskäufer erschließen wollen. Wer zieht denn her, wenn er keine Arbeit hat? Provokativ möchte ich fragen, was glauben Sie, hat die Windkraft oder haben die Zweitwohnsitzler mehr mittelbare Arbeitsplätze in der Baubranche erhalten? Und haben Sie eigentlich auch gegen Den Bau der A 20 diskutiert und den damit einhergehenden Belastungen, oder war Ihnen das Recht, weil es Sie schneller zu Ihrem Wochenendhäuschen bringt?Lassen Sie es mich auf den Punkt bringen: Wenn keine Verstöße gegen die Gesetze vorliegen, dann unterhalten wir uns nur noch auf Ebene der Politik und da ist es heute wie gestern gelich:"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" Oder um mit Ihren Worten zu sprechen, da hätten sich die BI'ler halt die ein oder andere kühle Winternacht dann doch mal unter ihrer Kuscheldecke hervorquälen müssen, die Tasse Tee beiseite stellen und am gesellschaftlichen Leben der Gemeinde, in der sie die schöne Aussicht genießen wollen, teilnehmen und Politik machen. Unter diesen Aspekten bin ich auf Ihre Website gespannt und frage mich, warum es die nicht schon längst gibt. Und seien Sie versichert, ich bin für jede Auffrischung meines Wissens und über jeden neuen Gedankengang dankbar. Wenn denn einer kommt, bisher habe ich noch nichts Neues gehört. Und solange Sie diese Diskussion öffentlich führen, können Sie sich auch gar nicht wehren, gegen meine Stellungnahme und wenn Sie oder ein anderer Leser bis hierhin gefolgt ist, dann nehmen Sie doch den abschließenden Gedanken dieser Betrachtung auch noch wahr:Ich nehme für mich, genau wie Sie für sich oder gar Ihre BI, in Anspruch, Rechts zu haben und wenn Ihnen auch der Ton nicht passen mag - lassen sie uns an dieser Stelle nicht diskutieren, wer hier in welcher Tonlage zum ersten Mal in den Wald hineingerufen hat - moralisch mit meiner Auffassung auf der richtigen Seite zu stehen. Ihren Anfeindungen gegenüber der Windkraft zum Trotze, kann ich nur sagen, schlagen sie andere Lösungen vor. Lassen Sie sich doch einfach mal von einem Biomassekundigen erklären, weshalb Sie mit Biomasse die Windkraft nicht ersetzen können. Treten Sie künftig bitte auch dafür ein, dass über jedes andere wirtschaftliche Vorhaben zunächst einmal ein Volksentscheid herbeigeführt wird und Häuser doch einen bestimmten Abstand zur Straße haben müssen, damit die Geräuschintensität vorbeifahrender landwirtschaftlicher Nutzfahrzeuge die Menschen nicht krank macht. Die liegen deutlich über den Schallwerten über die Sie sich aufregen. Oder besser, wir bauen die Straßen zurück, dann ist alles wieder wie früher .... nämlich viel besserschlägt vor

Travis

ps. Ich unterhalte mich gerne weiter mit Ihnen, war doch amüsant!17.11.2004, 14:35:16

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Loki:

HU HU

brüssow, um - 18.11.2004, 10:08:10

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P.Huth:

märkische allgemeine vom 16.11.04
Gestern gab die Plambeck Neue Energien AG (Cuxhaven), einer der führenden deutschen Betreiber von Windparks, für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust in Höhe von 149,9 Millionen Euro bekannt. Im Vorjahr hatte das Unternehmen gerade einmal 300 000 Euro Miese gemacht. Der Umsatz brach im selben Zeitraum von 60,8 Millionen Euro auf 25,1 Millionen Euro ein. Als Hauptgrund nannte das Unternehmen hohe Abschreibungen aufgrund der Gesetzesnovelle und "Marktveränderungen". Plambeck betreibt nach eigenen Angaben auch neun Windparks mit 65 Anlagen in Brandenburg, den größten davon in Kemnitz (Prignitz).

das zur ökonomischen perspektive der windkaraft und damit auch zur perspektive gefüllter kassen.

hammelstall, 18.11.2004, 10:29:36
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Loki:

HALLO TRAVIS GRÜßE AN DIE GROßMUTTER SIE HATTE RECHT

brüssow um, 18.11.2004, 14:47:50

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B. Nürnberger:

Hallo Gästebuchbesucher,
sicher seid Ihr gespannt, wer Travis Bickle ist.
Ich habe mich im Internet auf die Suche gemacht und herausgefunden:


Travis Bickle - gespielt durch .............................. ....*

Der Protagonist des Filmes. Travis diente in ... als Marine bis 1998 und zwei Jahre später, ist er ein Windmühltreiber in Uckermark City. Ursprünglich kommt er von einem nicht spezifizierten ländlichen Gebiet. Travis ist nicht völlig gesund, wenn der Film anfängt, und während der Film weiterkommt, verschlechtert sein Sanity. Seins verlassener Versuch, ein Verhältnis zu Bruessy zu bilden drückt ihn weiter in Geisteskrankheit, und schließlich erliegt er Obsession, Fanaticism und Resignateheit.
(sorry fur der fehlervoll Ubersätz, ist by internet automat)

Travis Bickle (Eingehende Analyse):
Herr Bickle zählt zu einer ganz besonderen Spezies. Seine Haupteigenschaft ist Gereiztheit und tiefgreifenden Nervosität. Er neigt dazu, sich seine Gegner mit dem Mittel der argumentativen Unschärfe selbst zu konstruieren, um dann pathetisch gegen sie zum vernichtenden Schlag auszuholen, und – schwupps – der Schlag trifft ihn selbst. Tragisch, aber er hat ja seine Großmutter und seine Therapeutin . Die Adoleszenskrise ist seine Lebenskrise, niemand wird ihn wohl von seinen Schrankmonstern befreien, die sich ihren 2. Wohnsitz bei ihm eingerichtet haben.

Herr Bickle wirft wiederholt mit dem Federhandschuh, was darauf schließen lässt, das es sich bei ihm um einen Vogel handelt. Die Ornithologen unter Euch, geneigte Leser , aufgepasst. Weitere Exemplare seiner Spezies lieferten am gestrigen Abend im Gemeindesaal der Stadt Brüssow anschauliche Beispiele gelungener Tiefflüge und Rhetorikabstürze, die dem Saal zeitweilig die Atmosphäre einer TV-comedy-show verlieh.Das Gelächter war aber live, und kam von Leuten, die geübt sind, im Herbst ihr Federvieh stumm zu machen und in die Tiefkühltruhe wandern zu lassen. Es wurde klar, dass Herr Bickle und seine Kollegen gefährdet und durch den Klimawechsel in der Uckermark vom Aussterben bedroht sind.
Deshalb empfehle ich der Unteren Naturschutzbehörde in Prenzlau, sie in die „Rote Liste der gefährdeten Arten“ aufzunehmen. Ein zu errichtendes Reservat bei Dauertal wäre geeignet, ihr Überleben auf Dauervon 2 Jahren in einem eng umgrenzten Arreal zu sichern. Die Spezies, nennen wir sie "Enertragge", sie braucht ein mildes Subventionsklima, liebt das Rauschen der Rotoren zwischen 45 und 105 dB(A), und ist nur mit Schattenflackerlicht und ganzjährigen Mega--disco-nights überlebensfähig. Sie hält einer Verträglichkeitsprüfung mit andere Vogelarten nicht stand. Da die Vergrämung heimischer Arten zu erwarten ist, empfehle ich eine ornithologische Studie, die das Verhalten der Enertragge in den nächsten zwei Jahren dokumentiert.

*dort kann Herr Bickle seinen Namen einsetzen, mir ist er längst bekannt.
Quellen: www.galerie-imaginaire.de
www.gegenwind-wolfsmoor.de
Tschüs.
Bernhard
p.s. Achtung Angestellte der Enertrag: Dies ist eine Glosse.


18.11.2004, 18:35:47

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Robert de Niro alias B. Nürnberger als Travis Bickle:

Sehr geehrter Herr Nürnberger!

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen.
Ich bin der TAXIDRIVER von 1976 USA.Sie verwechseln zwar Betsy mit Bruessy und New York mit Uckermark, aber ich nehme Ihr Angebot in Dauertal dankbar an. Dann geht der Film endlich zu Ende.
Yours
Robert de Niro


19.11.2004, 08:43:06

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P. Huth:

Ich will das Forum nicht zubicklen. Aber es lohnt sich schon, einmal die Argumente dieses Versteckspielers genau anzuschauen. Ich greife mir beispielhaft einen Satz heraus:
"In dem feinen Dörfchen Nechlin, wo ja wohl die ENERTRAG einen Park errichtet hat, sind jedenfalls seit Errichtung des Parks Häuser gekauft worden und ein Achtel der Bevölkerung ist zugezogen. Machen Sie sich darüber mal Gedanken, bevor sie vollmundig vom Wertverlust sprechen."
Sicher gibt es da einen Windbetonplatz. Aber das war nicht der Grund für den Bevölkerungszuwachs. Im Örtchen Nechlin in der Uckermark arbeiten 50 Techniker und Ingenieure an Windkraftprojekten in ganz Europa bei dem Windkraftwerkebetreiber und Energieanbieter Enertrag AG.
Sieh da, Arbeitsplätze für Auswärtige schaffen. So einfach erklärt sich der Bevölkerungszuwachs.

hammelstall, 19.11.2004, 21:47:47

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Travis Bickle:

Hallo, Herr Nürnberger,
war gerade wieder in der Gegend, schalte auch gern mal das Taxameter aus, wenn Sie sich schon in meine Niederungen herablassen, lehne meinen Arm aus dem Fenster und rücke die Sonnenbrille auf der Nase zurecht (bin etwas etwas geblendet vom sprühenden Einfallsreichtum, der mir hier die Windschutzscheibe zunebelt) und versuche mal eine Antwort auf Ihre Antwort zu geben.
Ein Wort vorab:
Ich bin Schnupfen gewöhnt, ich fahre immer Leute die Erkältungen mit sich rumschleppen, deshalb macht es nichts wenn Sie mir nette kleine Gäste schicken, aber sie brauchen doch nicht wirklich Viren und Trojaner um mich zu schädigen oder zu durchschauen, dafür sind sind sie doch viel zu gewieft! Und wenn schon, dann nächstes Mal auf die Absendeadresse achten und ein bisschen geschickter, so war das etwas profan und hat natürlich nicht geklappt.
Schön, dass sie mich kennen, rufen Sie mich an, dann können wir uns doch direkt unterhalten ;-) Dann können wir versuchen uns gegenseitig mit Vernunft zu infizieren, das hülfe vielleicht.
Ihre Antwort allerdings finde ich gut, ich wusste ja, dass man mit Ihnen reden kann, auf dieser „artifiziellen“ Ebene. Wenngleich das von Ihnen gezeichnete Persönlichkeitsprofil auch seine Schwächen hat, so ist doch der Ansatz richtig. Allerdings konstruiere ich mir doch keine Gegner, sondern Ihre BI bezeichnet sich als Gegnerin der Windmüller ... hoffen wir dass sich dieses Problem nicht zu einer Identitätskrise IHRERSEITS , auswächst. Meine haben sie natürlich längst treffsicher erkannt. Ich bin nervös und gereitzt, weil ich meine, dass die Zeit drängt. An der Stelle muß man sich innerlich organsizieren, wenn Sie verstehen, was ich meine. Die Welt ist nun mal traurig und wunderschön. Aber genau wie Frau Krüger verstehen sie meine Krankheit nicht ganz. Ich habe ausdrücklich gesagt, ich werfe den Federhandschuh nicht, weil ich Ihnen und Ihren unausgesprochenen Argumenten nicht traue, sonst träte ich doch auch nicht unter einem Pseudonym auf, ich bitte sie, so was von offensichtlich und trotzdem noch gestolpert * tststs * .
Wie oder was auch immer „am gestrigen Abend im Gemeindesaal“ gelaufen sein mag, ich vermisse doch ein paar Antworten auf von mir gestellte Fragen oder anders formuliert, sie beantworten keine einzige. Schade, da haben Sie eine weitere Chance zu mehr Glaubwürdigkeit verschenkt, macht aber nichts, wir können ja noch ein bisschen weiterüben, bis uns der Admin hier rausschmeißt.
Also muß ich auf Ihren Vorschlag das Leben der ENERTRAGGE zu schützen eingehen. Ist ein feiner Zug von Ihnen, diese Art schützen zu wollen, wird Ihnen aber in der Sache kaum helfen. Ich denke, dass die diese gerade flügge werdende Art sich nicht nur gedanklich, sondern inhaltlich und tatsächlich , gegen die Auffassungen, wie sie durch Bürgerinitiativen, wie die hier in Brüssow (die steht exemplarisch für einige Bewegungen) durchsetzen wird. Weil Sie es sind, sage ich Ihnen auch warum: Bei ständig sich verknappenden Ressourcen fossiler Energieträger, wachsender globaler Bevölkerungsdichte, der Schwellenländerproblematik sind die Fragen, die Sie sich in Ihrer Kurzsichtigkeit hinsichtlich energiepolitischer globaler Entwicklungen gar nicht erst stellen, längst beantwortet, und zwar nicht von der Spezies der ENERTRAGGE, sondern von der Bedürftigkeit der Welt nach Energie. (Gar nicht schlecht für einen taxifahrenden Psychofreak, oder?)
Anders gesagt: An diesem Problem arbeiten derzeit weltweit deutlich mehr Menschen auf den unterschiedlichsten Gebieten, als es BI gibt. Warum wohl? Weil Geld die Welt regiert? Ist das alles nur eine geschickte Strategie der Kapitalisten, die sich ein neues Geschäftsfeld aufgetan haben? Ist ganz Deutschland untertunnelt? Oder mag es vielleicht daran liegen, dass auch der Rest der Welt plötzlich einen Lebensstandard des industrialisierten Westeuropas haben möchte? Werden Kriege jetzt plötzlich doch wieder gegen den Terrorismus geführt und nicht wegen der Beherrschbarkeit der wenigen Ölquellen, die uns verbleiben?
Die BI sagen auch immer, dass sie für regenerative Energieerzeugung sind, aber eben nie an den Orten, wo sie vorgesehen ist ... oder nicht in der Art... Biomasse ist super, nur eben die Schweine, die wollen wir in der Uckermark nicht. Da kaufen wir lieber arabische Kamelscheiße, hübsch in 40 Kg-Portionen eingeschweißt und 3000 Km mit Lkw durch Nordafrika und Europa transportiert, dann haben wir wenigstens nicht mehr Fliegen auf der sonntäglich weißen Decke bei der Rotbuschteetafel im hübschen Alternativbiedermeier. Machen wir mit Joghurt ja äjnlich und funktioniert auch.
Machen uns ruhig wieder abhängig von Dritten, obwohl wir die Energieprobleme selbst lösen könnten. Absurd ist das!

Windkraft geht nicht, wegen der Regelenergieproblematik, Biomasse könnte da zwar aushelfen, geht aber nicht wegen der Schweine, die großflächige Fotovoltaik funktioniert auch nicht, wegen der Verspiegelung für die Vögel, Wasserstoff nicht, wegen der Expolsionsgefahr bei Auffahrunfällen, Atomkraft nicht, wegen des Mülls und dem Supergau, Steinkohle wird zu hoch subventioniert, da kann ich wegen der Strompreise an der Konjunktur nicht mehr teilnehmen .... Der Letzte macht das Licht aus, die Tür zu und ich hoffe, dass irgendwann ein Regen kommt, der diese ganzen Dreck von der Straße wäscht. Ich versteh Sie einfach nicht, sagen Sie doch mal, wie soll es denn gehen....Woher wollen Sie die Energie nehmen, um die Bronze für Ihre Kopfstücke zu schmelzen? Nicht jetzt, da geht es noch, aber in 2027.
Fragt noch mal
Travis
Ps. Davon unabhängig denke ich, dass das postskriptum gar nicht nötig gewesen wäre, dass diese Antwort nur eine Glosse gewesen sein kann, haben ENERTRAGGE bestimmt begriffen, die machen ja auch sonst kluge Sache und nicht nur intelligente...


20.11.2004, 01:52:26

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Ende

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Nachspiel

auf e-mail-Bühne um einen anonymen Eintrag, in dem die Bürgermeisterin Müllenhagen diffamiert worden sein soll. Die Mail wurde vom web-master sofort gelöscht, ihr Inhalt ist uns nicht bekannt. Gleichwohl behauptete Amtsdirektor Neumann, sie käme aus der BI oder ihrem Umfeld.

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----- Original Message -----
From: "Amt Brüssow"
To: bernue@galerie-imaginaire.de
Sent: Tuesday, November 23, 2004 5:29 PM
Subject: e-mail vom 19.11.2004

Sehr geehrter Herr Nürnberger,

(hier wieder eine kleine Lücke im Text)


Mit freundlichen Grüßen
Neumann
Amtsdirektor

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24. 11. 04

Sehr geehrter Herr Neumann !

Ich schreibe Ihnen hier ganz persönlich, nicht im Auftrage der BI:
Sollte ich mich so verhört haben, oder war es Herr Wolf, es fiel in der Tat das Wort von "diffamierenden Äußerungen" auf der Versammlung. Lag ich so falsch, da eine Beziehung zu dem ominösen "Eintrag" herzustellen.

Den Bezug zur BI habe ich in meinem Schreiben gar nicht behauptet, eine Beschuldigung sowieso nicht ausgesprochen. Ich fand die bloße Erwähnung unangebracht und habe mich entsprechend auf der Versammlung und in meinem Brief geäußert.
Ich frage mich natürlich auch, taugt das zu einem Ping-Pong-Spiel auf einem Nebenschauplatz, von dem Sie immerhin zugeben müssen, dass Sie ihn eröffnet haben. Wir müssen das Spiel auch nicht fortsetzen, auf den Hauptschauplatz kommt es an. Dort ist Fair-play angezeigt. Nur erlauben Sie mir, dass ich es zufrieden bin, wenn Sie von "angeblich diffamierenden Äußerungen" schreiben.

Mit freundlichem Gruß
Bernhard Nürnberger

 

 

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