Alles für
die Windkraft !
Angriff auf das Kanzleramt am Vorabend
des Energiegipfels

Das Bekennerschreiben dazu:

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"Grafittiwaffe im Windradstreit"
unter diesem Titel berichtete die
MOZ am 22.3.2006 über die Grafittischmiererei am Schloss Wartin
des "Don Quichotte" der Uckermark, ein Bekennerschreiben
gab es hier nicht.
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Wenn der Energiemix nicht stimmt.
Mit Wind
ohne
Wind
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März 2006
| Unterdessen
in der Provinz: Zuckerbrot & Peitsche |
Nachdem die Windlords aus Dauertal
erfolgreich das Zuckerbrot im Wert von 550 000 € an die Stadtverordneten
von Brüssow vor die Nase gehalten haben, sodass sich nach langem
Ringen eine Mehrheit für den Bau der Windfabrik Wolfsmoor findet,
nachdem dieselben Gutsherren
den Stadtverordneten von Brüssow ein weiteres Zuckerbrötchen
präsentiert haben, um ihnen den Beschluss gegen eine Windfabrik
bei Trampe abzukaufen,
und unterdessen Amtsdirektor
Neumann in der Lokalpresse über die Nachbargemeinde Penkun staunt,
weil sie Widerspruch gegen den Genehmigungsbescheid des Landesumwelt
zum Windfeld Wolfsmoor einlegt, da sie sich zunehmend von Windfabriken
eingekesselt fühlt und um ihre touristische Zukunft fürchtet,
zeigt die Firma ENERTRAG
Penkuner Unternehmen mit freundlichen Grüßen die Peitsche:

Da man den Gemeinderat
nicht treffen kann, prügelt man das Gewerbe.
Prunkt man nicht ständig in der Presse damit, die einheimischen
Gewerbetreibenden zu unterstützen ?
Brüstet sich die
Firma ENERTRAG in der Lokalpresse nicht ungeniert damit, dass sie
die Arbeit von Gemeinden und deren Vereine im Jahr 2005 mit über
127 000 Euro Spenden unterstützt habe ?
Aber offenbar nur, wenn Politiker und Verwaltung sich stromlinienförmig
im Windkanal nach den, weil steuerfinanziert und einspeisegarantiert,
erneuerbaren ENERTRAG-Energien anpassen.
Oder geht es hier um kriminelle Energien?
Andererseits
ist dieses dummdreiste Eigentor der ENERTRAG auch zu verstehen.
Die Herren Windlords sind halt Parvenues in Managerkreisen. Sie üben
noch. Subventionskapitalisten . Man muss den Charme noch lernen, Sponsoring
honorig und diskret zu betreiben, gelassen auf kritische Medienberichte
reagieren (rbb am 27. 2. 06 in WAS! : Windkraft:
eine Hand wäscht die andere), souverän damit umgehen,
wenn der NABU gegen den Bescheid zum Windfeld Wolfsmoor Widerspruch
einlegt. Dem NABU „Methode“ unterstellen, das sagt mehr
über die eigenen Methoden der Firma aus, als über den NABU.
Hinzu kommt, dass die Windlord sehr von der lokalen Presse verwöhnt
werden , insbesondere vom Nordkurier. Da wird unüberprüft
so fast aller Unsinn übernommen und abgedruckt, den die ENERTRAG
in Presseerklärungen rauslässt. Wie soll man da lernen,
locker mit kritischen Einwürfen umzugehen ?
Und dann ist da der Fall „Amtsverwaltung Brüssow“.
Stand die „Schlüsselposse von Brüssow“ vielleicht
Pate für die „Sippenhaftidee“ für Penkun?
Hier hatte Amtsdirektor N. im Bemühen,
seiner und der ENERTRAG - maximal übereinstimmende - Position,
im Wolfsmoorstreit (siehe auch: Duell in Wolffs Moor) Nachdruck zu
verschaffen, dem opponierenden Stadtverordneten R., dem örtlichen
Bestatter, den Friedhofsschlüssel entzogen und so in seiner Berufsausübung
behindert. Unter vier Augen mit R. hatte er den Zusammenhang zu dessen
Aktivititäten gegen das Windfeld hergestellt und „Konsequenzen
in aller Härte“ angekündigt.
Was
die ENERTRAG so nervös macht, sind für uns kleine Hoffnungsschimmer:
Nicht jede Gemeinde ist käuflich, nicht jede Amtsverwaltung wird
zum Fall, indem sie den Kniefall übt. Mögen sich die Rotoren
drehen, aber nicht angetrieben von Zuckerbrot
und Peitsche, von Korruption
und Erpressung!
Im
März 2006 erstattet die ENERTRAG wegen dieses Textes
gegen mich Anzeige wegen Übler Nachrede.
Die Staatsanwaltschaft Neuruppin informiert mich, dass sie
ermittelt. Vorsichtshalber lösche ich zwischenzeitlich
den letzten Absatz. Im März 2007 erfahre ich, dass das
Ermittlungsverfahren eingestellt ist.
Schade,
ein Prozess wäre doch interessant geworden. Es hätte
sich so vielleicht klären lassen,
ob ein Zuckerbrot schon Korruption ist.
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BNü/2007
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Sommer 2006
Patriotisch in der
Böe

Ein großer Windmühlenbetreiber,
der derzeit um die Durchsetzung seiner
geschäftlichen Ziele fürchtet, ist nun endlich dem
Wunsch von Bürgern aus Lützlow nachgekommen und hat
eine Mühle im Zeichen des neuen, locker-deutschen Patriotismus
gestaltet. Allerdings bleibt es bis auf Weiteres bei diesem
einen Exemplar. Andere Umgestaltungen sollen erst folgen, wenn
die Gemeinde Brüssow das gemeindliche Einvernehmen zur
Windfabrik Trampe erteilt, das sie bisher versagt. Der Investor
beschreitet damit einen neuen Weg, da seine herkömmlichen
Methoden derzeit staatsanwaltschaftlich unter die Lupe genommen
werden.
Alles
Unsinn, dementierte Herr Glühbald
von der Firma: Demokratie fängt in unsere Augen
da an, wo das Design stimmt. Selbstverständlich würde
dann ein Malerbetrieb aus Brüssow den Auftrag erhalten.
Wir haben die neue Farbgestaltung gewählt, weil zahlreiche
Bürger das Rotweiß der Rotoren vor dem Blau des uckermärkischen
Himmels mit "den Russen" verbinden. Gemeint ist damit
nicht der "große Bruder" aus sozialistischen
Zeiten, sondern das heutigen Russland mit
seiner untunlichen Verquickung von Wirtschaft und Politik.
Die betont vorsichtige
Ausdrucksweise lässt allerdings darauf schließen,
dass man eine Strafanzeige wegen "Übler Nachrede"
seitens Putins oder Schröders fürchtet.
BNü, Lützlow, 4.
7. 2006
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