ENERTRAG
falsche Zahlenangaben
(Dezember 2010)
ENERTRAG: vom Zahlenfehler zum Zahlungsausfall ein Brief an die ENERTRAG
Guten Tag, bei Durchsicht Ihrer Internetseite https://www.energiezins.de/enertrag_energiezins/leistungsbilanz.php verwechseln Sie zum einen "Leistung" und "Nennleistung" (die Sie angeben, aber "Leistung" schreiben. Im übrigen weise ich darauf hin, daß es schlichtweg falsch ist (und daher auch nicht "anders gemeint" sein kann), wenn Sie die erwartete Nennleistung oder Leistung eines Windparkes durch die Additon der Einzel-Nennleistungen oder einzel-Leistungen der eingesetzten WKA ermitteln. Sie sollten im Sinne von Transparenz und Wahrhaftigkeit nicht die Leser Ihrer Zahlenwerke mit "Milchmädchenrechnungen" hinter's Licht führen. Und das Problem dabei ist weniger die falsche Berechnung als vielmehr jenes, daß viele Leser diesen Unfug auch noch glauben und für bare Münze nehmen. Da Sie diese nicht an Intrawindparkinteraktionen relativierte Multiplikation bei kleinen Windparks vorgenommen haben (z.B. Nadrensee - (12+1) x V90-2,0 MW), gehe ich davon aus, daß das auch für größere Vorhaben gilt (z.B. Wolfsmoor b. Brüssow, wofür mir jedoch Angaben über die eingesetzten Einzelanlagentypen und deren Nennleistungen fehlen). Dies gilt auch für S. 23 Ihres Prospektes (auch Nachträge Nr.1 S.6 und Nr.2 S.7) wie beigefügt, was ich hinsichtlich der Erfordernis an die Korrektheit von Prospektangaben für sehr bedenklich halte. Siehe https://www.energiezins.de/webdav/download/EEZ_Prospekt_Nachtrag_160410.pdf Tatsächlich aber, und das ist die Wahrheit, ist unabwendbar (!) die (je nach Windrichtung und -stärke variierende) Parkleistung geringer als die Summe der Einzelanlagennennleistungen, was durch gegenseitige Abschattungen und v.a. durch Verwirbelungen entstehende Schwerwinde, im zweitgenannten Fall also im Gegensatz zum Einzelbetrieb atypische aerodynamische Belastungen standortwirksamer WKA verursacht wird. Die üblichen empfohlenen Mindestentfernungen der im Verbund stehenden Anlagen untereinander reichen nicht aus, diese Effekte zu eliminieren, da die aerodynamischen Wirkungen nicht nur offshore (vgl. beigefügtes Foto) über mehrere km gehen können. Da es Betreiber gibt, die bei Projektvorstellungen sehr akribisch zwischen Einzelnennleistung und Parknennleistung (soweit generell prognistizierbar) zu unterscheiden wissen, um die Bürger nicht für dumm zu verkaufen, ist Ihr Verhalten gegenüber der Konkurrenz zudem unbeschadet möglicher rechtlicher Beurteilungen Ihrer Falschaussagen schlichtweg unfair. Ich gehe davon aus, daß Sie diesen Fehler kurzfristig richtigstellen und dies insbesondere zu meiner Kenntnis klarstellen. Gruß Tilman Kluge (p.) Sehr geehrter Herr Kluge, danke für Ihre Information zu den Angaben der Enertrag. Sie erwähnen das Windfeld Wolfsmoor in ihrem Brief an die ENERTRAG. Ich habe als Bürger von Brüssow, Ortsteil Wollschow das Windfeld Wolfsmoor direkt vor der Nase und in den Ohren und wundere mich ein wenig darüber, dass die ENERTRAG hier 65 WEA angibt. Gott sei Dank sind es in nur 22 ! Wenn ich richtig lesen und zählen kann, scheint sich die Firma auch hier nicht allzu sehr an die Wahrheit zu halten. Oder sie ist im Umgang mit Zahlen schlicht überfordert, bei gleichzeitiger Irreführung ihrer Anleger. Ich unterstelle, dass die Dauertaler das von vorn herein auch nicht "anders gemeint" haben. Salut. Bernhard Nürnberger ps. Keine "Milchmädchenrechnung" ist, dass mein Haus und Grundstück in Wollschow durch das Windfeld Wolfsmoor an Marktwert verloren hat. Zu meinen Lasten geht der Renditegewinn der Genussrechtsbeteiligten der ENERTRAG EnergieZins GmbH. Und zu Lasten der Region. Danke, liebe Anleger! |