Januar 2010

Alte Deponie: später Handlungbedarf

Bei sibirischer Kälte sind in diesem Winter die illegalen Klärschlämme in der Altdeponie von Brüssow unter einer wundersamen dicken Schneedecke versteckt. Die Bodenversetzungen haben malerische Schneeverwegungen gezaubert. Das Thema Deponie verweht jedoch nicht. Es bleibt in der anhaltenden Kälte am Kochen.

Der Termin, den die Stadt vom Umweltamt Prenzlau gesetzt bekommen hat, ist wetterseitig nicht einhaltbar.

In den 90er Jahren hatte Amtsdirektor Neumann versäumt die notwendigen Kontrollbrunnen anlegen zu lassen. Er konnte bisher keine Akten vorlegen, die die Existenz der Brunnen belegen. Ein Aktenvermerk vom 20. 8. 1996 (!) stellt fest: Handlungsbedarf. Das muss die Stadt jetzt (2010) dringend nachholen. Die Umweltbehörde Prenzlau hat es - man wundert sich - auf einmal sehr eilig. Der Grund: Post von der Staatsanwaltschaft. In der allerdings nichts anderes steht, was in der Behörde selbst und im Amt Brüssow seit Jahren aktenkundig ist: Schließung der Deponie nicht nach den Vorschriften vollendet.

Anscheinend wiegt ein Brief des Staatsanwalts mehr als etliche Schreiben eines Stadtverordneten.

Wie in der letzte SVV bekannt wurde, belaufen sich die Kosten, die für die Stadt allein für die Brunnen fällig werden, auf ca. 50 000 Euro....

Die Landesfördermittel für die Schließung? Vergabe verjährt!

Auf der Deponie Brüssow sucht der Spürhund Gora des Randowkurier vergeblich nach den drei Brunnen.